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STÜRMISCHE ZEITEN

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Premiere am 30.4.18 Foto: Christiane Barfuß

Lesung & Musik mit Thekla Carola Wied

Mit Texten von Wolf Biermann, Günther Grass, Hanns Dieter Hüsch, Klabund, Mascha Kaleko, Erich Kästner, Kurt Tucholsky  u.a.

Kompositionen von J.S. Bach, Matteo Carcassi, John Dowland und Frank Fröhlich

Diese Lesung widmet sich vor allem den 1933 von den Nationalsozialisten „verbrannten“ Dichtern. Dies nicht nur, um einen Beitrag gegen das Vergessen zu leisten, sondern auch, um eine Generation von verfolgten und totgeschwiegenen Dichtern wieder ins Bewusstsein zu bringen.

Bei diesem neuen Programm bin ich von einer einfachen Erkenntnis ausgegangen: Unser aktuelles Gedächtnis umfasst etwa die Zeitspanne zweier Generationen, die der eigenen und der Elterngeneration; das eigene Erleben der Zeitgeschichte und die noch nahe Überlieferung.

Wenn ich jetzt das Geburtsjahr meiner Mutter – 1914, Ausbruch des ersten Weltkrieges und mein eigenes – 1944, kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges – zugrunde lege, dann umfasst dieser geschichtliche Raum bis heute ein Jahrhundert wahrhaft stürmischer Zeiten…  Thekla Carola Wied

 

Dass Thekla Carola Wied nervös war und bei der Begrüßung kurz den Faden verlor, nahm ihr Publikum im Gerhart-Hauptmann-Museum mit einem gutmütigen Lacher hin. „Es ist heute eine Premiere, und ich bin entsprechend aufgeregt“, sagte die Schauspielerin lächelnd in Richtung Frank Fröhlich, ihrem musikalischen Begleiter. „Stürmische Zeiten“, hieß das Programm, das einen Streifzug durch die Literatur mit Texten von Wolf Biermann, Günther Grass, Hanns Dieter Hüsch, Mascha Kaleko, Erich Kästner, Klabund und Kurt Tucholsky bot. So wechselten mit Scherz, Satire, Ironie, Melancholie und bitterer Anklage, zum Beispiel über die Judenverfolgung im Dritten Reich, von Beitrag zu Beitrag die Stimmungen.  Und dazu spielte mit Frank Fröhlich ein Teufelsgitarrist, der nicht nur Beiwerk war, sondern seine eigene Show bot. Märkische Oderzeitung